Coca-Cola-Boykott – Make it real now!

Der BDKJ setzt sich mit seinen Mitgliedsverbänden für einen kritischen Konsum ein. Mit dem Coca-Cola-Boykott geht der BDKJ eines der größten Unternehmen der Welt an, Ungerechtigkeiten beim Produktionsprozess abzustellen, Umweltschäden beim Abfüllen zu vermeiden und faire Arbeitsbedingungen herzustellen.<//font>

Warum boykottieren wir Coca-Cola?

Foto: Aaron Ratschow/jugendfotos.de

Nach BDKJ-Ansicht ignoriert das Unternehmen Menschenrechtsverletzungen an Mitarbeitenden in Kolumbien und ist für Umweltzerstörungen in Indien verantwortlich. Die BDKJ-Hauptversammlung beschloss daher 2007 den Boykott von Coca-Cola-Produkten.

Kolumbien

In Kolumbien waren Gewerkschaftsmitarbeitende permanenten Gefahren durch paramilitärische Organisationen ausgesetzt. Mitarbeiter/-innen von Coca-Cola- Abfüllbetrieben wurden von paramilitärischen Vereinigungen massiv bedroht.  Zwischen 1996 und 2002 wurden insgesamt neun Gewerkschaftsmitglieder ermordet. Wir fordern eine Zulassung einer unabhängigen Untersuchung, die die Hintergründe der Morde in der Vergangenheit und die aktuellen Fälle von Bedrohung aufklärt. Weitere Infos siehe Broschüre „Make it real now!“

Indien

In Indien wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass der hohe Wasserverbrauch der Coca-Cola – Abfüllbetriebe wesentlich zur Absenkung des Grundwasserspiegels beigetragen hat. Dies führte zu Wasserknappheit in einigen Regionen und die Beeinträchtigung der Landwirtschaft. Außerdem soll Produktionsmüll an umliegende Bauern als Dünger verkauft worden sein, wodurch Boden und Grundwasser verschmutzt wurden. Als ein Gericht die Schließung einer Coca-Cola – Abfüllanlage in Indien anordnete, akzeptierte die Coca-Cola Company diesen Beschluss nicht. Im anschließenden Revisionsverfahren bekam die Coca-Cola Company Recht, das bedeutet, das in den Augen der Betroffenen die Unternehmensinteressen höher bewertet wurden als die Grundwasserversorgung der Bevölkerung. Wir fordern Ausgleichszahlungen für Umwelt- und gesundheitliche Schäden, die durch Versalzung der Böden und Wasserknappheit entstanden sind. Weitere Infos siehe Broschüre „Make it real now!“

Wer hat sich dem Boykott bereits in der Erzdiözese angeschlossen?

  • Erzbischöfliches Jugendamt, inklusive seinen Außenstellen und Jugendhäusern
  • Erzbischöfliches Ordinariat München und Freising
  • Kloster Zangberg
  • Kardinal Döpfner Haus in Freising
  • Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) e.V.
  • Kreisjugendring im Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen

Wenn Sie sich ebenfalls dem Coca-Cola-Baykott anschließen wollen, können Sie hier ein Informationsblatt für ihren Getränkeautomaten herunterladen und selbst ausdrucken, damit ihre Gäste über die Hintergründe der Aktion informiert sind.

Folgende Marken gehören zu Coca-Cola:

Coca-Cola, Coca-Cola light, Coca-Cola Zero, Fanta, Sprite, mezzo mix, Lift, The Spirit of GEORGIA, Powerade Sportsdrink, Powerade Zero, Minute Maid, Fruitopia, NEASTE, Kinley, Bonaqa, Bonaqa Fruits, ViO, Apollinaris, Sodenthaler, Urbacher

Filmtipp

Garcia, Carmen (Reg.); Gutéirrez, Germán (Reg.) The Coca Cola Case - Die Wahrheit, die erfrischt Freigegeben ab 12 Jahren - 86 Min.

 

 

Ansprechpartnerin

Annette Kubina