Herbstversammlung diskutiert Förderpolitik für Jugendliche mit Landtagsabgeordneten

Nach der Podiumsdiskussion übergab der Vorstand den Landtagsabgeordneten Martin Güll und Alexander Radwan einen Bildungsscheck.

Die Landtagsabgeordneten Alexander Radwan (CSU) und Martin Güll (SPD) waren am Samstag, den 15. Oktober 2011, zu Gast bei der Herbstdiözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München und Freising. Bei einer Podiumsdiskussion am Samstagnachmittag erörterten sie mit den Delegierten der Versammlung Möglichkeiten, das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit besser zu unterstützen. Die Diskussion greift die förderpolitische Kampagne „Wir sind unbezahlbar“ des BDKJ Bayern auf, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Mittel der bayerischen Staatsregierung für Jugendbildungsmaßnahmen um eine Million Euro aufzustocken. Tina Muck vom Bayerischen Jugendring (BJR) betonte in ihrem Eingangsstatement, dass diese Million nichts weiter sei, als der Inflationsausgleich seit der letzten Anpassung. Einig waren sich Politiker und BDKJ, dass das ehrenamtliche Engagement für die Gesellschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Die Landtagsabgeordneten zeigten großes Verständnis für die Forderungen der Delegierten nach besserer finanzieller Ausstattung. Anliegen der Jugendvertreter war auch eine größere Verlässlichkeit in der Finanzierung, ohne die eine langfristige Planung unmöglich sei. Ehrenamtliches Engagement würde zwar unentgeltlich geleistet werden, sei aber für die Gesellschaft dennoch nicht mit Geld aufzuwiegen. Im Vergleich mit anderen Ausgaben sei die geforderte Summe relativ gering, so die Delegierten bei der Aussprache. Natürlich könne er hier keine Zusagen machen, sagte Alexander Radwan, CSU. Aber: „Ich möchte Sie herzlich einladen, Ihre wertvolle Arbeit im Landtag vorzustellen!“ Auch Martin Güll, SPD, äußerte sich sehr wohlwollend dem Engagement des BDKJ gegenüber. Er gab zu bedenken, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen nicht selbstverständlich sei. „Vielleicht müssen wir bei den kommenden Haushaltsüberlegen noch stärker darauf hinwirken, dass dieses Engagement eine angemessene finanzielle Ausstattung erhält.“ Am Ende der Veranstaltung überreichte Eva Jelen, BDKJ Diözesanvorsitzende, einen Bildungsscheck, mit dem das Anliegen des Verbandes noch einmal sichtbar gemacht wurde.

Mit der Kampagne „Wir sind unbezahlbar“ plädiert der BDKJ für eine Aufstockung der Mittel für Jugendbildungsmaßnahmen. Mit Einladungen an Politikerinnen und Politiker, an Maßnahmen der kirchlichen Jugendarbeit teilzunehmen, will der katholische Jugendverband auf das enorme ehrenamtliche Engagement junger Menschen aufmerksam machen und darauf hinwirken, dass die zuletzt 2003 gekürzte und seither nicht mehr erhöhten Gelder um eine Million Euro aufgestockt werden.