Ausgangssituation/Idee:

In Gesprächen mit Lehrkräften entstand die Idee, Konfliktarbeit mit Schulklassen auf 5 Tage zu verlängern um eine intensivere Prozessorientierung und Nachhaltigkeit zu ermöglichen. 

Durch das Setting (Selbstversorgerhaus, Erlebnispädagogische Angebote) steht Partizipation, soziales Lernen und Gewaltprävention im Focus. Alle Angebote, unabhängig von den Witterungsbedingungen, finden Draußen statt. Intensives Erleben in der Natur, was für viele Schüler_innen nicht alltäglich und unbekannt ist, fördert das Erleben der eigenen Grenzen und einen reflexiven Umgang mit dem eigenen Konsumverhalten.  Die  Die Schüler_innen durchleben in diesen 5 Tagen einen Gruppenprozess, in dem sich Auseinandersetzungen, Unstimmigkeiten und Konflikte ergeben, die gemeinsam gelöst werden müssen.

Die Lehrkräfte sind das notwendige Unterstützersystem für die Klasse, nur so können die erarbeiteten Lösungen nachhaltig im Schulalltag wirken. Diese Funktion der Lehrkräfte kann durch dieses Setting besonders geschult werden und dadurch der Transfer in die Schulpraxis erleichtert werden.

Das Erfahrungsspektrum der Schüler_innen wird durch dieses Setting immens erweitert. Da ein Großteil der Schüler_innen aus sozialschwachen Familien kommt sind die Naturerfahrungen, das erlebnispädagogische Arbeiten und das gemeinsame soziale Lernen mit- und voneinander wichtige Lern- und Erfahrungsfelder. Dadurch werden sich die Schüler_innen ihrer eigenen Ressourcen und Fähigkeiten bewusst und können diese dann im Schulalltag nutzen und einbringen.

Durch das miteinander organisieren und durchführen (Essen, Angebote, Aktivitäten) werden Lebensorientierung, Soziales Lernen, Alltagsbildung gefördert und umgesetzt. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Klasse trifft eigenen Entscheidungen, die vorher miteinander aushandelt werden und für diese Entscheidungen übernimmt die Gruppe die Verantwortung (Selbstbestimmung und Persönlichkeitsentwicklung, Alltagslernen und soziales Lernen)

Beschreibung der Maßnahme:

Das Projekt umfasst:

  • Ein Erstgespräch mit der Klassenleitung
  • Klassenvorbesuch
  • 5-tägiges  KISKO – Outdoor – Seminar
  • Nachgespräch mit der Klassenleitung / Klassennachbesuch

Ziel der Maßnahme:

  • Wahrnehmung der Bedürfnisse und Interessen anderer.
  • Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und Interessen.
  • Entwicklung von Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.
  • Übernahme von Verantwortung für das eigene Verhalten und für Veränderungen.
  • Jede/r einzelne besitzt die Fähigkeiten um Konflikte zu bearbeiten.
  • Die Klasse arbeitet intensiv zusammen, um entstehende Konflikte konstruktiv zu lösen – Konfliktprävention.
  • Jede/r fördert seine Persönlichkeit durch das eigenen Erleben und das Erleben in der Gruppe.
  • Das Lernen am Alltag (Zusammenleben) ermöglicht den Schüler_innen sich ihrer Kompetenzen, Fähigkeiten und Ressourcen bewusst zu werden und diese einzubringen
  • Die Klasse sieht sich als Ressourcenspeicher und Unterstützersystem für den weiteren Schulverlauf.
  • Lehrkräfte begreifen sich als wichtiges „Unterstützersystem“ der Klasse und sorgen für die Nachhaltigkeit der erworbenen Kompetenzen der Schüler_innen. 

Faktencheck:

  • Für alle Schularten ab der 5. Jahrgangsstufe
  • in der Regel 5-tägig in einem Selbstversorger-Haus
  • Schulveranstaltung
  • Hochqualifizierte Referent_innen
  • Unkostenbeitrag 150 Euro pro Teilnehmer_innen plus Fahrtkosten

KISKO-Outdoor-Ablaufplan

So oder so ähnlich kann ein KISKO-Outdoor-Seminar ablaufen. Die Gestaltung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Schüler_innen.