KISKO

Worum es geht

In manchen Klassen bekämpfen sich verfeindete Cliquen, einzelne werden fertig gemacht, Schüler/innen produzieren sich so stark, dass Lernen kaum mehr möglich ist. Es kommt zu verbaler oder körperlicher Gewalt oder deren Androhung.

Wir unterscheiden zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Klassensituationen: Konflikte unter ähnlich starken Parteien und Mobbing (Mobbing ist eine seit längerem andauernde, unberechenbare, wiederholte Gewaltausübung gegenüber einem oder mehreren Schüler/innen).

Diese Situationen zu erkennen, aktiv anzugehen und zu verbessern, ist für die einzelne Lehrkraft sehr schwierig. Meist fehlt es an Zeit und an einem für konstruktive Klärung geeigneten Rahmen.

Ein Angebot der Kirche

KISKO setzt sich für den Dialog zwischen Schüler/innen jedweder Herkunft wie auch unterschiedlicher Kulturen und Religionsgemeinschaften ein. Wir fördern in den Seminaren respektvollen Umgang miteinander und fordern von allen Beteiligten die Achtung unterschiedlicher Lebensentwürfe. Für uns ist dies Ausdruck von engagiertem und gelebtem Christ-Sein.

Unser Ziel ist es, Konfliktlösungen mit den Schüler/innen zu entwickeln, die Kommunikation untereinander zu verbessern und Kooperationsfähigkeit zu stärken. Die Beteiligten erleben in verfahrenen Situationen Möglichkeiten und Wege einer fairen Auseinandersetzung.

Unsere Arbeitsweise

Im Seminar entsteht unter der Leitung unserer Trainer/innen ein geschützter Rahmen, in dem die Klasse ihre Schwierigkeiten benennen und bearbeiten kann:

  • Was stört mich in der Klasse?
  • Wie kam es zur jetzigen Situation, wozu dient sie und wie wird sie aufrecht erhalten?
  • Was wünsche ich mir und brauche ich von Mitschüler/innen, Lehrer/innen und Schule?
  • Welche Vereinbarungen treffen wir, um künftig fair und verantwortungsbewusst miteinander umzugehen?
  • Was ist mein persönlicher Beitrag?

Je nach Ausgangssituation in der Klasse nutzen wir Mediation, Elemente aus der Erlebnispädagogik, Grundlagen konfrontativer und geschlechtsreflektierter Pädagogik sowie der Gewaltfreien Kommunikation. Aus dem Spektrum der kirchlicher Jugendarbeit setzen wir Feedbackübungen, Selbstreflexion, Moderation, Spiele und soziometrische Übungen ein.

Konkret

  1. Sie wenden sich mit Ihrer Anfrage an das Referat Jugend und Schule.
  2. Ihre Schilderung und Einschätzung zur Klasse bilden die Grundlage, um ein Seminarangebot für Ihre Klasse zu entwickeln.
  3. Ein Trainer/innenteam kommt zum Vorbesuch in die Klasse, um mit den Schüler/innen einen Arbeitskontrakt für die Maßnahme zu schließen.
  4. Das KISKO-Training findet statt.
  5. Nach ein paar Wochen kommt das Trainer/innenteam zu einer Nachbesprechung in die Klasse.

Veranstaltungsformen:

  • Zwei bis drei Schultage in einem Jugendhaus mit Übernachtung und Vollpension oder
  • Ein bis vier Vormittage in einem Pfarrheim / Jugendhaus in der Nähe der Schule.

Kosten:

Für öffentliche Schulen im Stadtgebiet München (gefördert von der Landeshauptstadt München):

  • 50 € pro SchülerIn (für drei Tage)
  •   5 € pro SchülerIn (je Vormittag)

Für öffentliche Schulen in der Diözese außerhalb des Stadtgebiets München:

  • 60 € pro SchülerIn (für drei Tage)

Konflikte in Schulklassen kommunikativ lösen

Angebote zur Gewaltprävention

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Dokumentation - Fachtag "Gewaltprävention gemeinsam im Fokus" 2011

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