BDKJ kritisiert Dialogverweigerung der FMG zum Startbahnkonflikt

Datum: 31.05.2012

München, 24. Mai 2012 - Sowohl das Dialogforum des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München und Freising als auch eine für Ende Mai geplante Podiumsdiskussion des Diözesanrats der Katholiken zur geplanten 3. Startbahn am Münchner Flughafen mussten mangels Vertretern der Ausbaubefürworter abgesagt werden. „Die Weigerung der Flughafen München GmbH einen Vertreter zu den geplanten Veranstaltungen zu entsenden, kritisieren wir scharf“, so BDKJ-Diözesanvorsitzender Alois Obermaier.

„Die angeführte Begründung, es werde bei Diskussionen nicht sachlich über beide Seiten informiert sondern ausschließlich polemisiert, können wir nicht nachvollziehen. Sowohl dem BDKJ als auch dem Diözesanrat war an sachlicher Pro- und Contra-Information sowie einer differenzierten Diskussion mit Startbahnkritikern und -befürwortern gelegen.“

Alois Obermaier kritisiert die Haltung der FMG als arrogant und undemokratisch: „Gerade in dieser entscheidenden Phase vor dem Münchner Bürgerentscheid erwarten wir von den Projektbefürwortern, sich der offenen Diskussion mit den Startbahngegnern zu stellen.“ Auch der Vorsitzende des Sachausschusses Ökologie und Nachhaltigkeit im Diözesanrat der Katholiken, Dr. Erwin Knapek, hat kein Verständnis für die Absagen der FMG: „Wenn die Verantwortlichen des Münchner Flughafens sich der Diskussion verweigern, dann besteht offensichtlich die Angst, dass ihnen die überzeugenden Argumente fehlen.“

Der BDKJ München und Freising hat sich mit einem Beschluss klar gegen den Bau einer 3. Startbahn ausgesprochen. Aufgrund seines demokratischen Verständnisses waren und sind dem Jugendverband Angebote zur Meinungsbildung in diesem Konfliktthema wichtig. (CH)

 

 

Verantwortlich: Alois Obermaier, BDKJ-Diözesanvorsitzender