Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in München und Freising hat in einem Brief an die Jugendlichen der Erzdiözese die Forderung des Jugendforums von vergangenen November wiederholt, zu ihrer Kirche zu stehen und einen offenen Dialog über Liebe, Sexualität und Partnerschaft einzufordern.
BDKJ München und Freising ermutigt Jugendliche
"Krise birgt Chance des Neuanfangs"
Buttonaktion "NEIN heißt NEIN" auf dem ÖKT sehr erfolgreich
München, 18. Mai 2010. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in München und Freising hat in einem Brief an die Jugendlichen der Erzdiözese die Forderung des Jugendforums von vergangenen November wiederholt, zu ihrer Kirche zu stehen und einen offenen Dialog über Liebe, Sexualität und Partnerschaft einzufordern. In dem Brief heißt es, als Vertreter der Jugendlichen wolle der BDKJ "mit Achtsamkeit, Transparenz und qualifizierter Präventionsarbeit zu einem Weg aus der Krise beitragen". Wenn man sich offen, ehrlich und voller Vertrauen dieser Krise stelle, "bringt sie auch eine Chance des Neuanfangs mit sich". BDKJ-Diözesanvorsitzende Annette Westerwalbesloh sagte zur Veröffentlichung des Briefes, man nehme unter den Jugendlichen eine deutliche Verunsicherung wahr. "Mit unserem Brief an die Jugendlichen wollen wir ein deutliches Signal setzen, dass wir als Jugendvertreter uns für sie und ihre Interessen einsetzen."
In dem Brief heißt es weiter, man engagiere sich in unterschiedlichen Bereichen bereits für das Thema Prävention sexualisierter Gewalt. Mit seiner Arbeit will der BDKJ München und Freising Kinder und Jugendliche stark und selbstbewusst machen, damit Grenzüberschreitungen wahrgenommen würden und schnell Hilfe geholt werden könne. Bei der Ausbildung von Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter achte man auf die Einhaltung und Qualität des Moduls zur Prävention sexualisierter Gewalt, das schon seit Jahren Standard ist und den Richtlinien des Bayerischen Jugendrings (BJR) entspricht. Zudem unterstützen wir das Erzbischöfliche Jugendamt bei der Aus- und Weiterbildungen für hauptamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter. Auf der Homepage www.bdkj.org stehen außerdem Materialien zur Präventionsarbeit bereit, Hilfen beim Vorgehen, falls ein Fall bekannt wird und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Annette Westerwalbesloh und Klaus Hofstetter sind zudem in der erzbischöflichen Kommission "Prävention" aktiv.
Mit Ansteckbuttons mit dem Titel "Nein heißt Nein" will der BDKJ München und Freising zudem ein Signal gegen sexualisierte Gewalt setzen. Auf dem ökumenischen Kirchentag fanden die Buttons reißenden Absatz. Zudem diskutierten Vertreterinnen und Vertreter des BDKJ aller Ebenen das Thema auf verschiedenen Veranstaltungen. Annette Westerwalbesloh zog ein positives Fazit des Kirchentags: „Uns ist wichtig, dass uns unser gemeinsamer Glaube gerade in Krisenzeiten Kraft und Orientierung gibt und dass wir Christinnen und Christen uns gemeinsam in wichtigen Fragen der Gesellschaft engagieren.“
Der BDKJ München und Freising ist der Dachverband der sieben katholischen Jugendverbände im Erzbistum. Er vertritt rund 60.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in katholischen Jugendverbänden und der katholischen Jugendarbeit in den Pfarreien der Erzdiözese München und Freising aktiv sind. Auf dem ÖKT war der BDKJ mit verschiedenen Aktion und Projekten im Jugendzentrum auf dem Olympiagelände vertreten.
Hier ist der Brief im Wortlaut.
Redaktion: Tobias Utters, Öffentlichkeitsreferent
Verantwortlich: Annette Westerwalbesloh, BDKJ-Diözesanvorsitzende