70 Jugendliche starten ins FSJ

Datum: 07.09.2010

Am Mittwoch, den 1. September 2010, startete der diesjährige Jahrgang des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in die Einsatzstellen. In Kooperation mit der Caritas betreut der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München und Freising in diesem Jahr erneut 70 Mädchen und Jungen, die den zwölf Monate dauernden Freiwilligendienst ableisten.

Rund ein Drittel der 16 bis 24-jährigen FSJler arbeitet in Kinder- und Jugendeinrichtungen, rund ein weiteres Drittel in der Behindertenarbeit. Auch in Krankenhäusern, Altenheimen oder Sozialstationen kommen die jungen Menschen zum Einsatz.

"Aufällig ist, dass in diesem Jahr die Freiwilligen deutlich jünger sind als noch im Vorjahr", so Daniela Auerbach, Fachreferentin für das FSJ an der BDKJ-Diözesanstelle. Das liege zum einen daran, dass die Abiturienten Angst hätten, gemeinsam mit dem doppelten Abiturjahrgang im kommenden Jahr ihr Studium aufnehmen zu müssen, zum anderen daran, dass Abiturienten die breite Palette der anderen Freiwilligendienste nutze, wie z.B. das Weltwärts-Programm oder sich in den Bereichen Kultur, Sport und Ökologie engagiere. "Von den Freiwilligen, die wir betreuen, sind etwa die Hälfte unter 18 Jahren. Für sie dient das FSJ zur beruflichen Orientierung und als Überbrückung zur Ausbildung, für die einige noch zu jung sind", so Auerbach.

Entsprechend werden die Freiwilligen während ihres Dienstes vor allem durch Bildungsangebote intensiv betreut. Parallel zur Arbeit an den Einsatzstellen nehmen die Jugendlichen beispielsweise an fünf einwöchigen Seminaren teil, in denen sie sich über ihre aktuelle Aufgabe und ihre beruflichen Vorstellungen austauschen. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele der Freiwilligen später einen sozialen Beruf ergreifen. In diesem Weg wollen wir sie natürlich genauso unterstützen wie bei der eigenen Persönlichkeitsentwicklung", so Daniela Auerbach.

Der BDKJ München und Freising unterstützt unterdessen die Forderung des BDKJ-Bundesverbandes, statt einen geförderten freiwilligen Zivildienstes einzuführen die bestehenden Freiwilligendienste zu stärken und weiter auszubauen. "Ein freiwilliger Zivildienst wäre eine Konkurrenzstruktur zu den gut funktionierenden Freiwilligendiensten und würde bei besserer finanzieller Ausstattung das Ende des FSJ bedeuten", befürchtet Diözesanjugendpfarrer Klaus Hofstetter. Deshalb müsse das FSJ als zivilgesellschaftliches Projekt erhalten bleiben. Es sei besser, wenn alle Beteiligten zusammen an einer Ausweitung, inhaltlichen Weiterentwicklung und der Integration neuer Zielgruppen arbeiteten.

Das FSJ richtet sich an alle jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Der BDKJ vermittelt die jungen Menschen an ihre Einsatzstellen und betreut sie während ihres Dienstes. In Kooperation mit der Caritas ist der BDKJ einer der 18 in Bayern zugelassenen Träger für das FSJ. Als Dachverband der sieben katholischen Jugendverbände in der Erzdiözese vertritt er rund 60.000 Kinder und Jugendliche, die in katholischen Jugendverbänden und in den Pfarreien aktiv sind. Alle Informationen zum FSJ finden Sie hier.