Jugendarbeit neu gedacht – Aufbruch statt Abbruch

Datum: 11.03.2019

München, 11. März 2019 – Die rund 60 Delegierten des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München und Freising diskutierten im Rahmen ihrer Frühjahrs-Diözesanversammlung am 9. März 2019 mit Verantwortlichen aus dem Erzbischöflichen Ordinariat (EOM) über anstehende Veränderungen im Erzbistum. Im Studienteil der Versammlung befassten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dann intensiv mit dem Thema

geschlechtersensible Sprache. Einen Beschluss fasste die Diözesanversammlung für eine Pilgerreise ins Hl. Land zur Fastenzeit des kommenden Jahres.  

Aufbruch statt Abbruch, war die Aussprache mit Verantwortlichen des EOM überschrieben. Dr. Peter Beer, Generalvikar des Erzbistums, meinte in seinem Statement, dass es in den Jugendverbänden bereits seit langem eine Diskussionskultur gebe, die in anstehenden Veränderungsprozessen ein Vorbild sein könne. „Es geht darum, offene Orte der Begegnung zu schaffen und“ – so beschrieb Dr. Beer seine Vision – „gemeinsam zu lernen neugierige, wandlungsfähige, hoffnungsfrohe, solidarische Menschen zu sein“.

Wandlung sei auch ein gutes Stichwort für die Personalplanung, ergänzte Msgr. Klaus-Peter Franzl, zuständig für das Personalressort des EOM. Arbeiten wolle man zum Beispiel daran, interprofessionelle Teams zu schaffen. „Ich nehme das Angebot des BDKJ mit, dass Erfahrungen aus der Jugendarbeit in den Veränderungsprozess einfließen“, so Msgr. Franzl. Msgr. Thomas Schlichting, Ressortleiter Seelsorge und kirchliches Leben, betonte, es gelte sich allen Menschen des Sozialraums zuzuwenden und dienstleistungsorientiert zu arbeiten, denn „Seelsorge ist Dienst an den Menschen“. Ihm sei mit Blick auf anstehende Veränderungen wichtig zu sagen: „Manches wird neu, vieles stirbt, aber alles lebt weiter“.

Im Studienteil der Frühjahrs-Diözesanversammlung gab Prof. Anna Noweck von der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) Impulse zu geschlechtersensibler Sprache und Geschlechtergerechtigkeit. Anschießend vertieften die Delegierten diese in Workshops mit Katharina Dötsch (Gleichstellungsbeauftragte EOM), Isabell Prothmann (KjG München und Freising) sowie Prof. Anna Noweck. „Der BDKJ Diözesanverband verwendet in seiner Kommunikation unterschiedliche Möglichkeiten der Umsetzung geschlechtersensibler Sprache, um damit Menschen in allen Facetten ihres Lebens gerecht zu werden“, fasste Dr. Stephanie von Luttitz, BDKJ Diözesanvorsitzende, die sich anschließende Diskussion zusammen.

Auf Anregung der Arbeitsgruppe Spiri beschloss der BDKJ in der Fastenzeit 2020 eine Pilgerreise ins Hl. Land anzubieten. Die nächste Diözesanversammlung des BDKJ findet am 19. und 20. Oktober 2019 im Jugendhaus Josefstal am Schliersee statt.