Wahlalter auf 16 Jahre senken!

Datum: 09.04.2019

München, 9. April 2019 – Der BDKJ München und Freising beobachtet die derzeitige Diskussion um das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren auf Kommunalebene aufmerksam. Wie der BDKJ Bayern so begrüßt der BDKJ Diözesanverband München und Freising diese Debatte, stellt aber auch fest, dass der oft verwendete Zusammenhang

zwischen Wahlalter und Geschäftsfähigkeit nicht nachvollziehbar ist. Der Wert eines Menschen für die Demokratie darf nicht an seiner Geschäftsfähigkeit gemessen werden.

„Wir unterstützten den BDKJ Bayern in der Aussage, dass gerade die Schwächsten ein Wahlrecht haben müssen“, betont BDKJ Diözesanvorsitzender Sebastian Appolt. „Es geht um die Teilhabe an unserer Demokratie und die Frage, ob und wie man junge Menschen ernst nimmt. Sie müssen an den Themen, die sie unmittelbar betreffen, beteiligt werden. Es darf nicht sein, dass nur für und über junge Menschen entschieden wird und nicht mit ihnen.“

Mit einer Senkung des Wahlalters würde im politischen Betrieb bei Fragen nach Sinn und Nachhaltigkeit automatisch die kommende Generation berücksichtigt, ergänzt Appolt.

Einhergehen müsse mit einem aktiven Wahlrecht auf Kommunalebene ab 16 Jahren eine gleichzeitige Verstärkung der politischen Bildung in Schulen. „Natürlich findet diese auch in der katholischen Jugend(verbands)arbeit statt“, so Appolt, „an erster Stelle seien dabei jedoch die Schulen gefragt.“