„Kommt mit an einen einsamen Ort, …"

"…, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen." (Mk 6,31)

Bildnachweis: Martin Gebhardt / pixelio.de

„Kommt mit an einen einsamen Ort, …, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen." (Mk 6,31)

Es sind beeindruckende Zahlen, die in der letzten Woche aus Rom zu hören und zu lesen waren. 60.000, 50.000, 5.500, fast 40 Grad!

Wir haben gemeinsam Großes erlebt. Haben neue Menschen kennengelernt, geshichtsträchtige Orte entdecke und in eindrucksvollen alten Kirchen begeistert Gottesdienst gefeiert. Es war anstrengend und doch eine wunderbare Zeit.

Jetzt sind alle – hoffentlich wohlbehalten – wieder daheim und für die meisten aus unserem Erzbistum sind Ferien angesagt.

Unser Wort „Ferien“ leitet sich ab von „Feriae“. Das waren im antiken Rom die Tage, an denen die Arbeit zu Ehren bestimmter Götter ruhte.
Ein schöner Gedanke: Nichtstun zur Ehre Gottes.

Die Seele baumeln lassen, sagt der eine oder die andere dazu auch. Dazu - zum baumeln – braucht es etwas, das einen hält. Für die Schaukel ist es oft ein Baum, der steckt im „baumeln“ ja eh schon drin. Für die Seele braucht es etwas anderes: Woran hängt deine Seele, dein Innerstes? Was gibt dir Halt und Schwung, um das, was auf dich zu kommt zu schaukeln?

Ich wünsche dir Momente des Nichtstuns, in denen du diesem Halt- und Schwunggeber ein wenig auf die Spur kommen kannst.

Schöne Ferien!

Bernhard Hennecke, Jugendseelsorger im Berchtesgadener Land
bhennecke@jugendstelle-bgl.de