Nachruft

Pfarrer Rupert Frania

Mit großer Dankbarkeit und aufrichtiger Anteilnahme nehmen wir im Erzbischöflichen Jugendamt München und Freising Abschied von Pfarrer Rupert Frania, der am 8. August 2026 nach einem notwendigen operativen Eingriff überraschend im Klinikum Pasing verstorben ist. Sein Wirken hat die kirchliche Jugendarbeit unserer Erzdiözese nachhaltig geprägt.

Von 1973 bis 1979 war Pfarrer Frania Jugendpfarrer für die Dekanate Bad Tölz und Wolfratshausen und zugleich als Kurat in Lochen eingesetzt. In dieser Zeit eröffnete er jungen Menschen Räume, in denen sie Glauben, Gemeinschaft und Verantwortung erleben konnten. Er hörte zu, ermutigte und traute Jugendlichen zu, Kirche aktiv mitzugestalten. Seine zugewandte Art machte ihn zu einem geschätzten Begleiter und verlässlichen Partner in der Jugendarbeit.

Als Diözesanpräses der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) von 1975 bis 1979 prägte er die verbandliche Jugendarbeit in einer Phase intensiver Weiterentwicklung. Er stärkte demokratische Strukturen und ermutigte junge Menschen, ihre Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen. Sein Vertrauen in die Kraft der Jugend hat viele nachhaltig geprägt.

Wir erinnern uns an einen Priester, für den Jugendpastoral ein Herzensanliegen war – einen Brückenbauer zwischen Generationen, einen Anwalt für junge Menschen und einen Seelsorger mit Humor, Klarheit und tiefem Glauben. Er appellierte daran, immer wieder mal die Perspektive zu wechseln. „Unsere wahre Heimat ist im Himmel – weniger möchte ich nicht!“ sagte er 2024 in einem Interview, und weiter: „Der Himmel beginnt dort, wo Menschen sich verwandeln lassen. Wir werden es erleben, es wird nicht beendet, sondern vollendet. Was immer das heißt.“

Für all das, was er der kirchlichen Jugendarbeit geschenkt hat, sagen wir von Herzen Danke. Wir bewahren ihn in ehrendem Gedenken und vertrauen darauf, dass er nun in Gottes Liebe geborgen ist.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Weggefährtinnen und Weggefährten und allen, die ihm verbunden waren.

Ruhe in Frieden

 

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