Patenamt + Mentoring

Paten und Eltern

Natürlich stehen bei der Firmvorbereitung die Jugendlichen im Mittelpunkt; doch auch Paten/innen und Eltern haben dabei eine wichtige Rolle und berechtigte Fragen:

Eltern erleben die Pubertät ihres Kindes hautnah und sind ggf. dankbar für einen Erfahrungsaustausch mit anderen betroffenen Eltern und pädagogische Tipps für diese Zeit. Außerdem haben sie eigene Fragen zu Glauben-Gott-Kirche und erwarten sich Antworten dazu.

Die Bedeutung des Patenamts hat zugenommen: Paten/innen werden von den Jugendlichen meist bewusst gewählt, weil die gewachsene Beziehung ausschlaggebend ist. Neuere Ansätze in der Firmpastoral setzen bewusst auf Paten/innen als sog. „Mentoren/innen“ – d.h.: Sie lassen die Jugendlichen an ihrem Leben und Glauben teilhaben, auch an ihren Fragen und Antworten. Gerade in den Kontaktbeschränkungen durch die Covid19-Pandemie gestattet ein „Mentoren-Programm“ eine nahezu ungehinderte Firmvorbereitung


Firmpaten und Firmpatinnen

Mit dem Patenamt sind auch einige kirchenrechtliche Herausforderungen verbunden. Hier zu finden Sie hier einige Hinweise:

Paten sollen das Patenkind auf seinem weiteren Glaubensweg begleiten und stärken. Zusammen mit den Eltern haben sie die Aufgabe, dem Patenkind dabei zu helfen, seinen Glauben zu entfalten und ein christliches Leben zu führen. Diese Aufgabe ist sicher leichter zu erfüllen, wenn der Firmling selbst bestimmt, wer seine Firmpatin oder sein Firmpate sein soll.

Hinweise zur Wahl eines Paten oder Patin

von Michael Benz, Abteilungsleiter Kirchenrecht Erzbischöfliches Ordiniariat München

Es ist eine gute Tradition aber keine notwendige Vorgabe, einen Firmpaten oder eine Firmpatin zu haben. Um das Patenamt übernehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst können die Eltern das Patenamt nicht selbst übernehmen, da Paten zusätzlich zu den Eltern die christliche Erziehung begleiten. Deshalb wird von Paten verlangt, dass sie

  • selbst katholisch sind,
  • ihren Glauben überzeugend leben,
  • gefirmt wurden,
  • nicht aus der Kirche ausgetreten und
  • im Regelfall mindestens 16 Jahre alt sind.

Angesichts dieser Anforderungen kann es ein großes Problem sein, im Familien- oder Freundeskreis einen Menschen zu finden, der katholisch ist und alle Voraussetzungen für das Patenamt erfüllt. Dies ist jedoch kein Hindernis für die Firmung, denn es muss weder eine Firmpatin noch einen Firmpaten geben. Die Firmung ist auch ohne Paten möglich.

Wenn es weder eine Patin noch einen Paten gibt, kann der Firmling dennoch von einer erwachsenen Vertrauensperson des Firmlings, die nicht Pate ist, zur Firmspendung begleitet werden und deren stärkende Hand auf der Schulter spüren. Diese Person kann ein Elternteil oder eine sonstige Vertrauensperson des Firmlings sein, die darüber hinaus keine besonderen Bedingungen erfüllen muss. Freilich kann diese Person nicht als „Pate“ oder „Patin“ in die Firmurkunde eingetragen werden.
Text mit Quellenangaben zum Download


Firmvorbereitung mit Firmpaten

Das Konzept firmweg@home der Diözese Eichstätt gibt Tipps zur Intensivierung der Beziehung zwischen Paten und Firmbewerber. Durch Briefe mit Anregungen zur Auseinandersetzung mit der Firmung und dem eigenen Leben soll die Beziehung gestärkt werden. Das Konzept ist besonders in Zeiten der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona Pandemie geeignet.


Mentoring in der Firmpastoral

Mentoring beschreibt eine Person, die Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen an eine unerfahrene Personen weitergibt. Im Fall der Firmung könnte ein Mentor oder eine Mentoring eine Person aus der Gemeinde sein, die einen Firmbewerber oder -bewerberin in die Gemeinde und in den Glauben einführt.
Ausführlich Arbeitshilfen von den Erzdiözesen Wien und Bamberg haben wir hier verlinkt:

Aktuelles