Impulse

Masken

Seit drei Jahren hat „Maske“ eine alltägliche Bedeutung bekommen.

Ich erinnere mich, vor drei Jahren, wie ungewohnt alles war, bunte Stoffmasken zu tragen;

Meine Maske kurz runterzuziehen, damit ich erkannt werde.

Nicht zu wissen: Wie geht’s der Person gegenüber wirklich?

Zu lernen, die Augen mehr für die eigene Mimik sprechen zu lassen.

Verlernen, zu lächeln, denn: Man siehts ja doch nicht, was da unter der Maske passiert.

Zu lernen, noch mehr auf andere zu achten, Rücksicht zu nehmen, damit sich alle wohlfühlen.

Da frag ich mich schon: Wie wird wohl Fasching 2023? Und wo werde ich an Fasching sein? Auf einem Ball, einem Umzug, oder daheim? Wie wird’s wohl werden? Hoffentlich friedlich, unbeschwert und lustig. Doch eins bleibt wohl wie immer:

Ich weiß nicht, was die Person hinter ihrer (Faschings-)Maske wirklich denkt, was sie fühlt. Ist sie wirklich so glücklich, wie sie ausschaut, oder ist es die Person, die immer lacht?

Ist sie in Wahrheit vielleicht sogar traurig? Hat mein Gegenüber Angst? Oder schämt sich?

Es ist schwer, hinter (bunte) FFP2 Masken zu schauen. Noch schwerer ist es, hinter ein ganzes Faschingskostüm zu schauen und die Person dahinter zu „durschauen“ – es ist ja schließlich auch nicht so gewollt. Denn einmal im Jahr kann ich mich verkleiden und sein, wer ich schon immer mal sein wollte oder ich kann etwas ganz Neues ausprobieren.

Dankbar denk ich mir:

Ich brauch mich nicht zu verstecken. Gott weiß, wies mir geht, Gott liebt mich mit allen meinen Kanten und Ecken.

Unbeschwert und selbstbewusst setz ich meine Maske auf.

 

Monika Reuss

Jugendseelsorgerin in der Jugendstelle Freising


Gott nahe zu sein, ist gut für mich, ich habe GOTT zu meiner Zuflucht gemacht. Ich will erzählen von all deinen Taten. (Psalm 73,28)

Gott ist mir nahe, wenn ich auf einem Gipfel stehe, wenn mich die Augen eines Menschen anlachen, wenn jemand liebevoll meinen Namen nennt, wenn ich Hoffnung spüre, wenn ich zuversichtlich bin oder wenn ich alleine in der Natur unterwegs bin.

Wann ist dir Gott nahe? Wann spürst du die Nähe Gottes? Von welchen Taten kannst du erzählen? Welche besonderen Augenblick mit Gott kannst du festhalten?

(Uschi Wieser, Jugendseelsorgerin, Ministrant:innenreferat) 

Tell you story - was würdest du von Gott erzählen? 

 

 


Segen für Dich

 

Gottes Segen sei um dich,
wenn du in diesen Tag gehst, der Licht bringt.
Er behüte dich, wenn du das Haus verlässt.
Und schenke dir leuchtende Gedanken.
Ein offenes Herz für das Leben.
Und Menschen, die es gut mit dir meinen.
Dass du Licht wirst für andere.
Und sie für dich.
Amen.

(Josephine Teske)


Engel oder Mensch - für was würdest du dich entscheiden?

Wenn ich ein Engel wär, gäbe ich meine Flügel her, und ließ mich fallen und doch die Perspektive Mensch wählen singt die Popgruppe Mia in ihrem Engel-Song. 

"Auch Gott hatte niemals vor, als Engel zu leben. Er selbst hat sich aus größtmöglicher Freiheit dazu entschieden, Mensch zu werden. Das unterscheidet Gott noch einmal radikal von uns Menschen. Uns hat niemand gefragt, ob wir unter diesen Bedingungen existieren wollen. Gott wollte es – mit allem, was dazugehört. So betrachtet deutet sich gewissermaßen eine Umformulierung des Stellvertretungsmotivs an: Kann Gott für uns mitsprechen, was uns nicht möglich war? Ich will Mensch sein." (Gerrit Spallek)

Rammstein singt "Gott weiß, ich will kein Engel sein" - und wenn ich dich fragen würdest, wie willst du Mensch sein - jetzt, hier im Advent, was würdest du antworten?

Ich bin Mensch, weil ich lache, weil ich genieße, weil ich weine, weil ich ängstlich bin, weil ich es brauche, immer wieder mal eine Kerze anzuzünden und in den Arm genommen zu werden. 

Wann bist du MENSCH?

 

(Uschi Wieser, Jugendseelsorgerin, Ministrant:innenreferat)

 


Das Leben ist kein Wunschkonzert… - warum eigentlich nicht?

Das habe ich als Kind oft von meinen Eltern gesagt bekommen und jetzt da ich selber Mama bin, gebe ich diese „Weisheit“ auch immer mal wieder an meine Kinder weiter.


Aber ich frage mich gerade:
Was wenn das Leben doch ein Wunschkonzert wäre?
Wenn wir einen Tag Wunschkonzert frei hätten?
Nur heute! Nur diesen einen Tag!

 

 

Welche Wünsche würde ich mir erfüllen?
… Ich wünsche mir mehr Zeit zum Lesen, zum Entspannen, zum Kreativ sein.
… Ich wünsche mir eine Putzfee, die meine Wohnung sauber hält.
… Ich wünsche mir ein tolles 3-Gänge-Menü, das ich zusammen mit meinen Lieben bei Kerzenschein genieße.
… Ich wünsche mir, dass der Zug heute keine ½ Stunde Verspätung hat.
… Ich wünsche mir eine Lösung die Klimakrise zu lösen.
… Ich wünsche mir Frieden für alle Menschen auf der Welt.
… Ich wünsche mir …

Okay ein Tag würde für meine Wünsche wohl nicht ausreichen.
Und was würdest DU dir wünschen? Welche Wünsche würden die Melodie deines Wunschkonzerts zum Klingen bringen?

 

Veronika Koch, Jugendreferentin, Katholische Jugendstelle Traunstein


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Die Brüder aus Taizé übertragen täglich um 20:30 Uhr live ihr Abendgebet.

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