Impulse

Glücksmomente

Ich habe mich mal bei Freund*innen und Familie umgehört, was für sie Glücksmomente sind. Die Antworten waren sehr unterschiedlich und sehr ähnlich zugleich. Das geht von dem Bestaunen eines Regenbogens, dem ersten Schnee, das Wiedersehen nach langer Zeit, die Freude im Gesicht des geliebten Gegenübers, wenn er*sie dich erblickt und umgekehrt bis zu einem aufmerksamen und bewussten Genießen der Familienzeit.

Diese Glücksmomente sind meistens ganz kurz, wie der Begriff „Moment“ ja auch sagt, aber manchmal schaffen sie es, sich in die Länge zu ziehen. Mir geht es so, dass mich ein kleiner Glücksmoment am Morgen dazu bringt, den ganzen Tag positiver, fröhlicher zu verbringen. Ein kleiner Moment der lange nachwirkt. Deswegen freue ich mich nicht nur über meine Glücksmomente, sondern auch über die der anderen.

Menschen die glücklich sind, strahlen etwas ganz anderes aus und bringen selbst Fremde um sie herum dazu, zu lächeln. So manchen Glücksmoment für andere kann ich auch selbst bewirken. Eine kleine unerwartete Geste der Zuneigung, eine schöne Überraschung, aufmerksam sein, was mein Gegenüber gerade braucht.

Wenn ich selbst nicht aktiv dazu beitragen kann, dann wünsche ich gerne anderen dieses Glück, das strahlen lässt. Im Christlichen gibt es dafür auch ein Wort: Segnen von „benedicere“ (bene = gut, dicere = sagen). Ich sage dir Gutes zu, ich bitte Gott, dir Gutes, dir Glück zu schenken.

Gott segne dich! Mögen dir Glücksmomente den Tag verschönern.

Miriam Grottenthaler, Jugendseelsorgerin Kath. Jugendstelle München-Pasing

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