
Unter dem Motto „... in die Welt gesandt“ (Joh 17,18) setzte Kardinal Reinhard Marx am Montag, 20. Oktober 2025, die neuen Leitlinien für Jugendpastoral in Kraft. Dankbarkeit und Aufbruchstimmung herrschten bei den Teilnehmenden der Jahreskonferenz für Jugendpastoral in der Jugendkirche in München. Der Kardinal hob die Bedeutung einer Jugendpastoral hervor, die junge Menschen stärkt, begleitet und ihnen Räume eröffnet, ihren Glauben aktiv zu gestalten.
Mit der Veröffentlichung und Inkraftsetzung der neuen „Grundlagen und Leitlinien zur Jugendpastoral“ wurde ein wichtiger Schritt gesetzt: Rund 30 Jahre nach der Veröffentlichung der bisherigen Leitlinien liegt nun eine umfassend überarbeitete und aktualisierte Orientierung für die pastorale Arbeit mit jungen Menschen vor.
Das Dokument verknüpft eine aktuelle Analyse der Lebensrealitäten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit zentralen Grundhaltungen, Zielen und Aufgaben und zeigt in 13 Tätigkeitsfeldern, wie Jugendpastoral heute konkret gelebt wird. Außerdem werden Konsequenzen und Empfehlungen formuliert, die als Impulse und Auftrag für alle dienen, die in der Jugendpastoral Verantwortung tragen.
Die Grundlagen und Leitlinien zur Jugendpastoral können hier heruntergeladen werden. Eine Bestellmöglichkeit gedruckter Exemplare findet sich hier oder über das Fachreferat für Grundsatzfragen im Erzbischöflichen Jugendamt: Frau Andrea Müller (amueller@eja-muenchen.de).
Mit Veröffentlichung der Leitlinien zur Jugendpastoral Wirklichkeit wahrnehmen - Chancen finden - Berufung wählen im Jahr 2021 durch die deutschen Bischöfe war auch für das Erzbischöfliche Jugendamt klar, dass es eine Überarbeitung der eigenen 30-jährigen Leitlinien braucht. Die Lebenswelt junger Menschen hat sich seit 1992 gravierend verändert und auch die Möglichkeiten der Kirche haben sich gewandelt. Zudem haben sich Strukturen entwickelt und Anforderungen sind schlicht anders.
Seit Beginn des Jahres 2024 waren wir mit der Konzeptionierung und Erstellung neuer Leitlinien für die Jugendapstoral im Erzbistum München und Freising beschäfitgt. Diese sollten jugendpastorales Arbeiten (als Zusammenspiel aller beteiligter Berufsgruppen und Professionen) in einer großen Breite möglich machen, dabei aber auch die notwendige Konkretisierung klar darstellen.
Bei der Erstellung der Leitlinien haben wir auf eine breite Beteiligung möglichst vieler Akteur:innen und Interessensgruppen gesetzt. Über die verschiedenen Formate informieren wir hier. Der Prozess wurde dabei maßgeblich durch die eingesetzte Steuerungsgruppe umgesetzt und koordiniert.
Wir sind dankbar für alle Rückmeldungen zu diesem Prozess und zu den Inhalten der Leitlinien. Eine simple Möglichkeit um in Kontakt zu treten, ist eine E-Mail ins Grundsatzreferat des Erzbischöflichen Jugendamts.
Jugendpastoral im Erzbistum findet in verschiedenen Tätigkeitsfeldern statt. Sie beschreiben Strukturen, Angebote und Räume. Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz beschreibt ihrerseits 15 Handlungsfelder. Diese dienten uns als Vorlage, die wir bearbeitet und mithilfe der Mitarbeiter:innen an die Gegebenheiten der Jugendpastoral in der Erzdiözese angepasst haben. Eine genaue Beschreibung der verschiedene Felder entsteht gerade. Einen ersten Eindruck gibt die u. s. Übersicht.

Aktuell befragen wir junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren in den Pfarreien, Verbänden, Offenen Einrichtungen und an vielen anderen Orten, welche Themen sie beschäftigen, wie sie in die Zukunft schauern und inwiefern wir sie auf dem Weg zu einem gelingenden Leben unterstützen können.
Die Ergebnisse setzten wir in Bezug zu aktuellen Jugendstudien und versuchen so ein beispielhaftes Bild des Lebens von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Gebiet der Erzdiözese zu erhalten.
Wir fragen:
Die 18 Dekane des Erzbistums München und Freising treffen sich, zusammen mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, den Bischofsvikaren (Rupert Graf zu Stolberg und Wolfgang Bischof), Generalvikar Christoph Klingan und Amtschefin Dr. Stephanie Herrmann, zwei Mal jährlich zu einer Dekanekonferenz. Auf der Konferenz im November 2024 hat Diözesanjugendseelsorgerin Johanna Gressung dort über den Stand der Neugestaltung der Leitlinien informiert und die Wünsche und Anregungen der Dekane für die weitere Neugestaltung eingeholt. Die Dekane haben dabei auf ihre eigene jugendpastorale Erfahrung geschaut und die Frage beantwortet: „Wo komme ich her? Wo habe ich meine kirchlichen Erfahrungen als Jugendlicher und junger Erwachsener gemacht?“ Sie haben davon berichtet, was an Jugendpastoral in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich angeboten wird und uns abschließend mitgegeben, was sie jungen Menschen wünschen, und welche Angebote Kirche jungen Menschen machen kann und soll, damit ihr Leben gelingt.

Die Erstellung neuer jugendpastoraler Leitlinien braucht die Beteiligung der Menschen, die in der Jugendpastoral tätig sind. Den Auftakt haben die Mitarbeiter:innen des Erzbischöflichen Jugendamts aus Verwaltung, Pädagogik und Seelsorge auf ihren jeweiligen Klausuren gemacht. Dort konnten die vielfältigen Ausgangslagen begutachtet und gesammelt, weiterführende Notwendigkeiten formuliert und zukünftige Ideen geschmiedet werden.











Steuerungsgruppe
Seit Anfang 2024 hat sich eine Steuerungsgruppe in unserer Erzdiözese zusammengefunden, die gemeinsam die gut 30 Jahre alten Leitlinien kirchlicher Jugendarbeit an die heutige Lebensrealität junger Menschen anpassen. Die Steuerungsgruppe besteht aus Projektkoordinator und Grundsatzreferent Christoph Nette, der Jugendamtsleiterin und Diözesanjugendseelsorgerin Johanna Gressung, Alexander Daniel (Jugendseelsorger im Sozialraum Dachau), Martin Pilz (Bereichsleitung Nord), Andreas Sang (Leitung Jugendpastoral Dekanat München Nord-West) und Stefan Strohmayer (Jugendreferent an der Jugendstelle in Rosenheim). Begleitet wird der Prozess von Angelika Gabriel.
Erzbischöfliches Jugendamt
München und Freising
Fachreferent für Grundsatzfragen
Christoph Nette
Tel. 089 / 4 80 92 - 2427
Erzbischöfliches Jugendamt
München und Freising
Fachreferent für Grundsatzfragen
Christoph Nette
Tel. 089 / 4 80 92 - 2427